Auf der Suche nach einer Diagnose #4

September: Ein EEG soll Licht in die Sache bringen und wird zum Alptraum

Anfang September kam leider keine Antwort was die Nervenwasseranalyse anging. Auch Mitte September nicht. Stattdessen lautete die neue Prognose: Ende des Monats.

Ende des Monats stand ein Ganznachts-EEG (Elektroenzephalografie) auf unserem Programm, welches uns erneut ins Kinderhospital führte. Anhand dieser Methode sollten Einschlaflatenzen, Schlafstadien und ggf. schlafbezogene Störungen gemessen werden. Leider ließ man uns drei Stunden warten, bis wir auf unser Zimmer durften. Es war mittlerweile 20:30 und wir hatten noch kein Abendbrot gehabt. Die Fachkraft, die für das Anlegen des Equipments extra angereist war, wartete schon und wollte zügig loslegen. Sie hatte jedoch Schwierigkeiten, den Kontakt zwischen Elektroden und Kopfhaut herzustellen; vermutlich, weil meine Tochter sehr dichtes und lockiges Haar hat. Jedenfalls wurde sie zunehmend nervöser und meiner Kleinen tat das so weh, dass sie Angst bekam. Das Ganze endete damit, dass sich meine Tochter panisch das Ding von Kopf riss, sich unter dem Bett versteckte und festklammerte und die gute Frau verzweifelt aufgab. Das einzige Positive an der Sache war, dass wir wieder nach Hause und ins eigene Bett konnten. Diagnose-technisch waren wir leider nicht weiter gekommen.

Ach so, Ende des Monats kamen übrigens auch keine Laborwerte.