DNG Kinder- und Jugendfreizeit 2016

Vergangenes Wochenende waren wir auf einer Kinder- und Jugendfreizeit der Deutschen Narkolepsie Gesellschaft (DNG) in einer Jugendherberge im Weserbergland. Wir sind kurz nach der Diagnose der DNG beigetreten, um noch mehr Informationen über die Krankheit zu erhalten und um uns mit anderen Betroffenen austauschen zu können. Dieses war das erste Treffen, auf dem wir andere junge Menschen mit Narkolepsie kennengelernt haben. Auch wenn unsere Kurze mit Abstand die Jüngste war - die Mehrheit der Betroffenen war im fortgeschrittenen Teenager-Alter - war es doch gut für sie und uns einmal zu sehen, da sind noch andere, die mal den Kopf auf den Tisch legen und für ein paar Minuten einnicken oder sich nach dem Essen für ein Mittagsschläfchen auf ihr Zimmer zurückziehen - und trotzdem machen die ihr Abi, haben einen Ausbildungsplatz und sind ganz normale Teenies.

Auch für uns Eltern war es total interessant, uns mit anderen Eltern zu unterhalten. Wir hatten viele Fragen und ein ebenso großes Bedürfnis uns auszutauschen wie die Kids. Es war eine wirklich tolle Gemeinschaft, die uns sehr herzlich aufgenommen hat. Insgesamt waren wir rund 60 Personen aus allen Ecken des Landes. Eine Familie war sogar extra aus der Schweiz angereist. Das Programm war informativ und unterhaltsam: Es gab einen Workshop zum Thema "Narkolepsie und Berufswahl" und ein kniffliges Detektiv-Spiel.

Trotz aller Begeisterung und Herzlichkeit ist das Thema dieser Tage natürlich immer ein Ernstes gewesen. Wer setzt sich schon gern ein ganzes langes Wochenende mit Krankheit auseinander? Und neben vielen Mut machenden Erfahrungen und schönen Begegnungen gab es natürlich auch niederschmetternde Geschichten, die mir Angst machen und mich beunruhigen. Deswegen war es für mich wichtig, mich hin und wieder 'raus zu ziehen. Auch die Verarbeitung dieser vielen Eindrücke braucht sicher noch Zeit.