Endlich Schulkind!

Die Einschulung steht bevor und meine Kleine freut sich wie verrückt darauf. "Jetzt beginnt der Ernst des Lebens", wie wir immer wieder zu hören bekommen. Ich kann diese dahergesagten Phrasen eigentlich nicht ausstehen, aber an dieser, so scheint mir, ist zur Abwechselung mal was dran.

Narkolepsie und Schule: Kann das gut gehen?

Ja, denn das frage ich mich wirklich. Während wir für den Kindergartenalltag unsere Routine gefunden hatten und diese gut meisterten, steht mit Schulbeginn eine ganz neue Herausforderung an. Denn in der Schule muss der Mittagsschlaf exakt abgepasst werden, damit sie den Unterricht nicht versäumt. Auch wird es dort keine Räuberhöhle im Klassenzimmer geben, in die sich die Kleine zurückziehen kann. Bei der Schulanmeldung haben wir zwar schon erklärt, was es mit der Krankheit auf sich hat und auch Verständnis seitens der Schulleitung geerntet, aber wie sich das alles konkret gestalten wird, kann ich überhaupt nicht einschätzen.

Mittagsschlaf in der Bibliothek

Mit dem Leitungsteam der Nachmittagsbetreuung vereinbaren wir beim Kennenlern-Termin, dass sich unsere Tochter nach dem Mittagessen um ca. 12.45 Uhr für etwa eine Stunde hinlegt. Denn um 14 Uhr beginnen die Hausaufgaben und die soll sie idealerweise mitmachen. Als Schlafplatz schlagen die Damen die Schulbibliothek vor. Dabei handelt es sich um einen kleinen Raum mit ein paar Bücherregalen und Sitzsäcken, der mittags manchmal als Ruheraum genutzt wird. Der Plan klingt erst einmal gut. Ob er in der Praxis funktioniert, wird sich zeigen.

 

Beim Mittagessen fallen die Augen zu

Am ersten richtigen Schultagwar die Aufregung natürlich groß. Zu allem Überfluss war es auch noch ihr 6. Geburtstag! Sie hat offenbar nur mit Müh und Not bis zum Mittagessen durchgehalten und ist dann fast am Tisch eingeschlafen. Das Team der Nachmittagsbetreuung hat sie dann noch gerade rechtzeitig in den Ruheraum alias Bibliothek bringen können. Nach dem gut einstündigen Mittagsschaf war sie dann aber wieder fit und die Geburtstagsparty am Nachmittag konnte steigen. An den kommenden Tagen ging es dann schon ein wenig besser. Die Aufregung laß nach. Außerdem entschieden wir uns, die tägliche Dosis Medikinet LA von 10mg auf 15 mg anzuheben. Mit dieser Dosierung konnte sie die kommenden Schulwochen gut meistern.

Download: Flyer "Narkolepsie und Schule"  (Hrsg.: DNG)