Von Drachen, Wölfen und Krokodilen - Nächtliche Abenteuer mit Narkolepsie #2

Nachts machen Eltern so einiges mit, wenn ihr Sprössling die Schlafkrankheit hat. Von unseren allnächtlichen Bettchen-wechsele-dich-Spielen habe ich im letzten Post bereits erzählt. Nun ist das noch nicht alles, was bei uns in den Dämmerstunden so los ist.

Das Foto zeigt die Augen eines Tieres.
Ein Symptom, welches rund die Hälfte aller an Narkolepsie Erkrankten plagt, sind Halluzinationen. In den Übergangsphasen zwischen Wachen und Schlafen treten sie am liebsten auf. Bei meiner Tochter kommen sie öfter beim Wachwerden und seltener beim Einschlummern vor. Plötzlich fängt sie an zu schreien: "Mama, Mama, da ist ein Drache in meinem Bett!" Ich mache dann möglichst schnell ein kleines Licht an, damit sie sieht, dass sich kein gruseliges Tierwesen ins Bett verirrt hat. Wir hatten auch schon nächtlichen Besuch von vermeintlichen Wölfen, Schlangen, Spinnen, Krokodilen und Krebsen.

Auch wenn das Kind in diesen Situationen wach wirkt, ist es dies keinesfalls. Sie sitzt zwar im Bett, hat die Augen geöffnet und ist irgendwo zwischen aufgeregt und panisch, aber richtig wach ist sie nicht. Manchmal reagiert sie nicht sofort darauf, wenn ich auf sie ein rede und sie zu beruhigen versuche. Ich habe für mich festgestellt, dass es am meisten hilft, ruhig zu reden, sie in den Arm zu nehmen oder ein bisschen zu kuscheln. In der Regel schläft sie dann auch gleich wieder ein.

Mal schauen, wer als nächstes zu Besuch kommt.